Merry Christmas!

Dezember 23, 2009 von neopus

Philips Essen

November 13, 2009 von neopus

Menschen, die den Nahrungsmittelherstellern mehr und mehr misstrauen und ihre Lebensmittel deshalb am liebsten selbst produzieren wollen, werden sich für die neuesten Innovationen der Philips-Trendforschung interessieren.

Zum Beispiel die „Biosphere Home Farm“. Diese ermöglicht ihnen, zumindest einen Teil ihrer Lebensmittel im eigenen Wohnzimmer wachsen zu lassen. Die Philips Lösung ist eine Art Aquarium mit zusätzlichem Gemüsegarten, ein ausgeklügeltes, fast völlig autarkes System, in dem die Wohnzimmer-Gärtner ihr Essen – Gemüse, Fische, Krustentiere, Algen – heranziehen können.

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Dazu wird verwertbarer Biomüll innerhalb eines geschlossenen Systems gesammelt und kompostiert. Es entsteht Methangas, welches neben dem durch optische Kabel eingespeisten Sonnenlicht für die Energieversorgung des Systems verantwortlich ist. Durch Verbrennung des Gases entsteht CO2, das den verschiedenen Nutzpflanzen zugeführt und durch sie in Sauerstoff umgewandelt wird. Zusammen mit Algen wird dieser zur Versorgung der Fische und Krustentiere verwendet, deren Überreste nach dem Verzehr dem Biomüll zugeführt werden können.

Für die Gruppe der Konsumenten, die gesund essen und gleichzeitig keine Zeit verlieren wollen, haben die Philips Innovatoren sich den „Foodprinter“ ausgedacht, der zeitsparend Mahlzeiten herstellt, die genau die vom Konsumenten gewünschten Geschmacks- und Inhaltsstoffe enthalten.

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Die Idee basiert auf einer Weiterentwicklung der Molekularküche, die seit einigen Jahren für Furore sorgt: Durch biochemische und physikalisch-chemische Prozesse stellen die Köche dabei Lebensmittel in ungewohnten Formen und Geschmacksrichtungen her – zum Beispiel Gelee, das nach gegrilltem Gemüse schmeckt. „Uns hat interessiert, was passiert, wenn dieser Trend den normalen Haushalt erreicht“, sagt van Heerden.

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Im Inneren des Foodprinters würden sich nach der Idee der Philips Designer unter anderem rohe Lebensmittel, Kräuter, Gewürze und die so genannten natürlichen „Texturas“ – wie beispielsweise Agar Agar, ein Geliermittel auf Algenbasis – befinden, die Molekularköche benötigen, um die Beschaffenheit, Dichte und den Geschmack von Lebensmitteln zu verändern. Innerhalb von wenigen Sekunden könnte der Foodprinter, nachdem der Anwender Form, Farbe, Geschmack und Inhaltsstoffe ausgewählt hat, die gewünschte Mahlzeit herstellen.

Mit ihrem dritten Konzept gehen die Mitarbeiter von Philips Design sogar noch einen Schritt weiter. Mit Hilfe der „Diagnostic Kitchen“ bieten sie dem gesundheitsbewussten Konsumenten der Zukunft an, ohne großen Aufwand genau zu erfahren, was sein Körper überhaupt benötigt und in welchen Lebensmitteln es enthalten ist.

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Im Mittelpunkt des Konzepts steht ein Sensor, den der Anwender schluckt, und ein Scanner, der Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Der Sensor stellt fest, was der Körper des Anwenders benötigt – beispielsweise, ob er an diesem Tag zu wenig Salz zu sich genommen hat. Der Scanner analysiert Lebensmittel und Gerichte nach Inhaltsstoffen und signalisiert dem Konsumenten, ob er zugreifen sollte.

Die drei Konzepte wirken auf den ersten Blick, als stammten sie aus einem Science-Fiction-Roman. „Nein“, sagt Clive van Heerden energisch, „nichts, was wir präsentieren, ist unrealistisch. Unsere Konzepte basieren auf bestehender Technik und technologischen Innovationen, die zwar noch ausstehen, die aber mit großer Wahrscheinlichkeit Realität werden. Schließlich gleichen wir unsere Ergebnisse regelmäßig mit den Entwicklungsingenieuren auf ihre theoretische Machbarkeit hin ab.“ Dass die Konzepte allerdings in genau ihrer heutigen Form einmal im Geschäft zu erwerben sind, ist eher unwahrscheinlich. Mit ihnen will Philips vor allem Reaktionen provozieren, um die bisherigen Konzepte zu verfeinern.

The Berg

November 13, 2009 von neopus

„Was wird aus dem im Oktober vergangenen Jahres geschlossenen Flughafen Tempelhof? Wie das Areal zukünftig genutzt werden soll, weiß niemand so genau – auch nicht der Stadtsenat, der die Schließung vorangetrieben hatte. In einem Ideenwettbewerb stellte Architekt Jakob Tigges seine Vorstellung für die Nutzung des Arials vor. Ein 1.000 Meter hoher künstlicher Berg, mitten in die Stadt.

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„The Berg“ heißt das Projekt des Architekten und seines Büros Mila. Computervisualisierungen zeigen eine abwechslungsreiche, sich vor Straßenzügen und Wahrzeichen wie dem Funkturm erhebende Alpinlandschaft mit Felsen, Wiesen und Wald, mit Almen und Skipisten, mit weidenden Gämsen vor der Skyline Berlins.

„Kommt und seht ‘The Berg’“, lautet der Slogan in der für den Ideenwettbewerb angefertigten Broschüre. Selbst Werbesujets für den zukünftigen Berlin-Tourismus haben sich Tigges und seine Mitarbeiter schon ausgedacht: Wanderer und Picknicker auf einer Wiese über den Dächern der Stadt, dazu der Slogan „Berlin verbindet“.

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„Der Berg ist durchaus ernst gemeint, als Idee“, schreibt Tigges in dem Einreichungstext für den Ideenwettbewerb – und doch macht er sich gleich im nächsten Absatz über die verkopften Erklärungsmuster solcher Projekte lustig.

„Das Resultat der Bergkampagne wäre eine real-existierende imaginäre Sehenswürdigkeit von hoher Anziehungskraft und großem Identifikationspotenzial. Tempelhof wäre im Bewusstsein nicht nur der Berliner. Die Leute würden in Scharen kommen, um den Berg nicht zu sehen.“

„Ich finde es erbärmlich, wie der Senat mit dem Tempelhofer Feld umgeht. Die Fläche ist viel zu wertvoll, um sie mittelmäßigen Wohnungsbauten zu opfern“, sagte der 35-jährige Architekt der „Südeutschen Zeitung“. Tigges wünscht sich hingegen eine „große, schöne und wichtige Idee“, etwas Erhabenes.

Und es sei durchaus wert, auf diese große Idee zu warten – schließlich herrsche in Berlin kein akuter Entwicklungsdruck. Die Stadtpolitik sieht das etwas anders. Zwar hatte der Senat kein Problem damit, Tempelhof stillzulegen, ohne sich große Gedanken über die Zukunft des Areals zu machen – jetzt soll aber „zügig“ dort entwickelt werden.

http://www.the-berg.de

★ El Gallo Mojado ★

November 6, 2009 von neopus

★ The Saechsmachine ★

November 6, 2009 von neopus

★ Fünf Panzerwelse tanzen zu indischer Musik ★

November 6, 2009 von neopus

★ Bobby J ★

November 6, 2009 von neopus

Fliegenbanner …

Oktober 30, 2009 von neopus

… auf der Frankfurter Buchmesse.

Der Markenmacher

Oktober 30, 2009 von neopus

Markenmacher
Er taufte den Smart, den Twingo, die Persil Megaperls und die Telekom-Marke Congstar: Manfred Gotta gilt als der Namenspapst Deutschlands. Sein Job ist eine skurrile Mischung aus Handwerk und Genialität, seine Schöpfungen kosten ein kleines Vermögen.

Auch Manfred Gotta ist, wie er offen zugibt, künstlerisch schon einmal an seine Grenzen gestoßen. Bei Pharmaprodukten. Einmal hat er es versucht, und dann gemerkt, „dass ich zu Beta-Blockern keinerlei Beziehung habe“, sagt der Mann mit der akkurat gebundenen Krawatte und der randlosen, eckigen Brille. Den Auftrag gab er zurück. Weil die Beziehung zum Produkt wichtig ist.

Gotta hat seine eigene Art, sie aufzubauen. Einmal sollte er einen Namen für einen neuen Renault finden. „Ich muss mit dem Wagen allein sein“, sagte Gotta den Designern, als er den neuen Prototyp zum ersten Mal sah. Kaum hatten sich die Türen der geheimen Werkshalle geschlossen, nahm Gotta Kontakt auf. Er streichelte über die Karosserie. Roch. Dann legte er sich auf den Boden, mit dem Kopf vor die Kühlerhaube. Guckte dem kleinen Kerl in die halbrunden Scheinwerferaugen. „Das Auto lächelt“, beschied er danach seinem Kunden. Auf den Namen, den er dem knuffigen Wagen verpasste, ist er noch immer stolz. Twingo. Eine seiner besten Wortschöpfungen, findet Gotta.

Auch an den Namen Targobank werden sich die Leute gewöhnen, glaubt Gotta. So soll die Citibank Deutschland bald heißen, die von der französischen Genossenschaftsbank Crédit Mutuel aufgekauft worden ist. Gotta hat auch diesen Namen erfunden. Dass über das seltsame Wort, kaum war es bekannt, kräftig gelästert wurde, stört den höflichen Hessen kein bisschen. „Die Leute sind jetzt etwas hilflos“, sagt er und sieht zufrieden aus. Nun müsse der Name mit Inhalten gefüllt werden. Damit man ihn mit einem besonderen Service verbinde oder einer bestimmten Produktpalette.

All das liegt nicht mehr in seiner Verantwortung. Sein Job war das Wort. Was es gekostet hat, sagt Gotta nicht. Im Schnitt soll eine seiner Buchstaben-Erfindungen 100.000 bis 200.000 Euro kosten.

Eine Mischung aus Handwerker und Künstler

Eigentlich unglaublich, dass Unternehmen diese Summen hinblättern. Für eine Buchstabenkombination, der noch die Bedeutung fehlt. Doch irgendwas muss dran sein an den Gotta-Namen. Aufträge flattern jedenfalls ins Haus, ohne dass der 62-Jährige noch irgendwelche Werbung machen muss. Gotta gilt als der Namenspapst Deutschlands. Er schuf Markenbegriffe wie Megaperls und Smart, er gab der Handelsplattform Xetra ihren Namen, kreierte den Namen Evonik für die frühere RAG, taufte einen Deinhard-Sekt Yello, den Porsche Panamera und die neue Telekom-Marke Congstar. Zu seinen Kunden gehören Woolworth, Aldi, Adidas, fast alle deutschen Autohersteller.

Wer hinter Gottas Geschäftsgeheimnis kommen will, muss einige Mühen auf sich nehmen. Der gelernte Werbekaufmann lebt und arbeitet nicht etwa in der Kreativen-Hauptstadt Berlin, in Frankfurt oder Hamburg. Gotta Brands hat seinen Hauptsitz mitten im Schwarzwald. Im abgelegenen 300-Seelen-Dorf Forbach-Hundsbach. Der Weg dorthin führt über eine geflickte Straße, die sich in halsbrecherischen Kurven an den Waldhängen entlang schlängelt.

Gotta hat Hundsbach ein 100 Jahre altes Bauernhaus gekauft und restauriert, Wohnstube und Büro liegen direkt nebeneinander. Dort sitzt er jetzt zwischen hölzernen Jugendstilmöbeln und Häkeldeckchen, schenkt Kaffee in altes Porzellangeschirr, raucht Zigarre und erklärt in seiner höflichen, zurückhaltenden Art, er sei wohl eine Mischung aus Handwerker und Künstler.

„Meine Mutter hat immer gesagt: Aus dir wird nie etwas“

Sein Aussehen erinnert an einen Mittelständler aus der Provinz. Autohändler würde gut passen. Das Hemd unter dem altmodischen blauen Sakko ist mit großen Karos gemustert, die Krawatte mit schrägen Streifen. Das graue Haar über der Brille trägt er zu einer kleinen Tolle hochgeföhnt.

Auf jeden Fall ist er einer, der seine Berufung gefunden hat. „Meine Mutter hat immer gesagt: Aus dir wird nie etwas“, sagt er. Man erwartet jetzt ein Lächeln, aber es kommt nicht. Er sei ein Einzelgänger gewesen, erklärt er stattdessen. Nach einem abgebrochenen Betriebswirtschaftsstudium fing er in Frankfurter Werbeagenturen als Texter an. Richtig reingepasst hat er nirgends.

Gotta ist schon 38, als er sich als Namenserfinder selbständig macht. Damals in den achtziger Jahren scheint die Idee noch absurd. „Es gab Riesengelächter.“ Klinken habe er geputzt, „bis sie glühten“. Doch dann sucht Opel verzweifelt nach einem Namen für den Ascona-Nachfolger. Gottas große Chance. Der Vectra ist sein Durchbruch. So hört es sich zumindest im Nachhinein an. „Ich wusste im Leben nicht, was das auslösen würde“, sagt Gotta.

„Ich ticke anders“

Inzwischen hat der Namenspapst freilich Konkurrenz bekommen. Das Finden gutklingender Namen ist eine lukrative Branche. Die Taufe eines Produkts wird mit viel Brimborium zelebriert. Und längst sind fast alle neuen Markennamen Kunstbegriffe, weil bestehende Wörter im Ausland nicht verständlich oder markenrechtlich schon geschützt sind. Das bedeutet Arbeit. Die Wortschöpfungen müssen juristisch gecheckt werden, und das in allen für das Produkt relevanten Ländern. Sprachliche Peinlichkeiten wie der Flop mit dem Mitsubishi Pajero sollten von vorneherein vermieden werden. Auf Spanisch bedeutet Pajero Wichser.

Auch Gotta kooperiert deshalb mit Juristen und Linguisten auf der ganzen Welt. In Deutschland arbeitet ihm ein Stab an freien Mitarbeitern zu. Denn natürlich findet auch Gotta seine Wörter nicht nur bei langen Waldspaziergängen oder den Ausflügen ins Elsass. Rund 30 Journalisten und Sprachwissenschaftler schicken auf Anfrage Vorschläge zu, auch ein Computerprogramm wird zu Rate gezogen, das Silben durcheinanderwirbelt und neu zusammensetzt.

Trotzdem will Gotta seine Arbeit vor allem als kreativen Prozess verstanden wissen. In seinem weichen Hessisch philosophiert er gern über Klänge, die richtigen Assoziationen. Das Wort Targobank etwa höre sich „groß, zuverlässig und offen“ an, sagt er. „Es hat eine gewisse Dynamik.“

An „Arcandor“ lässt Gotta kein gutes Haar

Sein Geheimnis? Gotta glaubt, es liege daran, „dass ich anders ticke“. Besser könne er es nicht erklären. Am Ende verlasse er sich vor allem auf seine Intuition. Beim Twingo zum Beispiel. Alternativ stand der Name Ypso für den kleinen Renault im Raum. Er könne nicht sagen, warum seine Empfehlung anders lautete. „Wenn Picasso an einer Stelle seines Bildes ein komisches Blau verwendet, kann man doch auch nicht genau erklären, warum. Er hat halt so gefühlt.“

Es ist ein vielleicht etwas hoch gegriffener Vergleich. Doch am Ende muss der Namenerfinder wohl tatsächlich auf seine Erfahrung und sein Sprachgefühl bauen. Auch der Käufer reagiert auf Namen schließlich emotional.

Gottas Lieblingsbeispiel ist der Konzernname Arcandor. Kein gutes Haar lässt er an der Schöpfung einer Konkurrentin. Das französische Wort für Bogen, l’arc, steckt in dem Namen, weil der Konzern viele Sparten überspannen sollte. Doch solche Wortspiele sind dem Kunden herzlich egal, glaubt Gotta. Der Begriff passe einfach nicht, klinge eher nach Zirkus als nach einem Handelsunternehmen. „Es sträubt sich etwas in einem.“ Tatsächlich fand der neue Name nur schwer Akzeptanz. Noch Jahre nach der Umbenennung fügten die Zeitungen in Klammern „früher KarstadtQuelle“ hinzu.

Für die breite Masse klingt Targobank wohl erst einmal genauso fremd wie Arcandor. Doch Wortschöpfer Gotta bringt das nicht aus der Ruhe. „Ich will gar keinen Namen, bei dem alle spontan schreien: Super!“ Ein solcher Name sei „genauso schnell wieder vergessen“.
(Quelle: SpiegelOnline)

Japanosiert Euch …

Oktober 30, 2009 von neopus

Interssanter Artikel über Japanische Architektur:
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